Barack Obama - er kiffte. Er kokste ! Jetzt warnt er vor Facebook. Was soll das ?

Er kiffte. Er kokste. Er soff. Er lebte (während der Highschool) die Karikatur schwarzer männlicher Adoleszenz, die selbst eine Karikatur des großspurigen Amerikaners ist – Barack Obama, 48, US-Präsident.

Eine Lichtgestalt mit Schlagschatten.

In seinem Buch „Dreams From My Father: A Story of Race and Inheritance”, beschreibt er seine Lebensgeschichte: „Ich hatte gelernt, mir keinen Kopf zu machen. Haschisch hatte geholfen, Alkohol, manchmal Kokain, wenn man das entsprechende Geld hatte. Aber kein Heroin.

Junkie. Pothead. Dorthin war ich unterwegs, zur endgültigen, tödlichen Rolle des jungen Möchtegern-Schwarzen. Nur, dass meine Trips nichts damit zu tun hatten, ich wollte nicht beweisen, wie schlecht es mir ging. Jedenfalls nicht damals.

Mein Motiv war ganz anders, ich wollte die Frage, wer ich war, aus meinem Kopf bekommen, wollte meine innere Landschaft ebnen, meine Erinnerungen verwischen“.

Neues Leben

Schluss mit Drogen machte Obama irgendwann als 20jähriger: „ Ich ging nach New York. Genau wie ich es mir vorgestellt hatte. Wall Street boomte, in Manhattan war der Bär los, überall wurde gebaut, junge Leute waren schon mit 30 absurd reich. Ich lief jeden Tag fünf Kilometer. Wollte meinen Kopf frei bekommen….“

“Dreams From My Father” ist bereits seit 1994 auf dem Markt. Damals stieß sich noch niemand an den Selbstoffenbarungen, die er darin über 480 Seiten ausbreitet. Jetzt aber, da Obama im Weissen Haus sitzt, könnte dieser Seelen-Striptease zur Steilvorlage werden.

Barack Obama ist mächtigster Mann der Welt. Er hat Facebook und Twitter als Wahlkampfmittel erfunden, wurde damit zur Ikone der Cyper-Politik. Zum Vorbild.

Und jetzt das!

„US-Präsident Barack Obama hat Schülern ins Gewissen geredet und sie ausdrücklich vor den Gefahren von Facebook& Co gewarnt!“ Im Rahmen einer Fragestunde an der Wakefield High School in Arlington, Virginia, warnte er vor unüberlegtem Umgang mit Social-Communitys. Einer der Studenten bat den Präsidenten, ihm ein paar Ratschläge für seine spätere berufliche Karriere zu geben. Obamas Antwort: „Gut, lass dir ein paar Tipps aus der Praxis geben. Zuallererst will ich, dass sich alle hier genau überlegen, was sie auf Facebook posten. Im YouTube-Zeitalter wird, was immer man früher auch gemacht hat, irgendwann im Leben wieder auftauchen.

Wenn man jung ist, macht man Fehler oder dumme Dinge. Ich habe schon von vielen jungen Menschen gehört, die alles Mögliche auf Facebook gestellt haben und dann bei einer Bewerbung damit konfrontiert wurden. Wenn man sich bewirbt, wird nach dir gesucht, das ist mittlerweile ganz normal.“

Obama hätte auch sagen können. „Kein Suff. Keine Drogen. Niemals Lügen“.

Er hätte auch sagen können: „Ich soff, nahm Drogen, machte das öffentlich, trotzdem….“

Nein. Obama wählte einen anderen Weg. Er warnte. Bediente sich des Vokabulars unserer Väter, sagte – verschleiert Eure Vergangenheit!

Obamas Facebook-Verrat!

Obama hat damit sich selbt und seine Gemeinde verraten! Obama hat Facebook-Mitbegründer Chris Hughes ins Wahlkampfteam geholt. Monatelang hätschelte er während des Wahlkampfes seine Anhänger im Netz. Hunderte Mitarbeiter waren allein für die Internet-Kampagne zuständig. Über sein Kandidaten-Profil auf Facebook, vor allem aber über die Seite my.barackobama.com, fanden Zehntausende von ihnen zusammen.

Sie organisierten sich in unzähligen lokalen Spendenkomitees und halfen mit, die Rekordsummer von 650 Millionen Dollar für das Präsidentschaftsrennen aufzutreiben. Billiger und effektiver kann man die Massen nicht mobilisieren. David Plouffe, Obamas Wahkampfchef, sagte bei einem Meeting in Graz (Österreich): „Wir hatten immer ein Ohr am Flüstern auf den Netzwerk-Seiten. So konnten wir blitzschnell auf Stimmungen und Wünsche der Unterstützer reagieren“.

Mehr Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten.

Das versprach der neue Präsident auch für seine Amtszeit. Die offizielle Website whitehouse.gov wurde komplett erneuert. Es sollte zu einem Blog aus dem Zentrum der Macht werden, ein „Facebook für Bürger“. Es wurde zur Einbahnstrasse – auf den Myspace- und Facebook-Seiten werden lediglich die Einträge des Blogs der offiziellen Regierungswebsite veröffentlicht. Pressemitteilungen, nicht mehr.

Eine interaktive Regierung gibt es nicht. Die sozialen Netzwerke haben ihre Aufgabe erfüllt, die Mobilisierung für den Wahlkampf Obamas.

Das war’s.

Bin mal gespannt, ob Obama bei seiner Wiederwahl abermals vor sozialen Netzwerken warnen wird….

Sep. 10, 2009 // 22:35 | Comments (1)