Über den Austro-Verleger Christian W. Mucha - ein Sittenbild aus Wien

Wie ist der Typ bloss drauf? Seit Jahren wettert er in seinen Fachpublikationen gegen einen drohenden Abfluss von leidenschaftlichen Journalisten. Fordert ständig so profane, praxisrelevante Themen wie Recherche und Gegencheck.

Jetzt heiratet der Austro-Verleger Christian W. Mucha seine Verlobte Ekaterina Soboleva in Wien!

Ich möchte Ihnen nicht vorenthalten, welch' eigentümliche Verhaltensregeln der Society-Tiger Mucha den Berichterstattern auferlegt hat.

Der Gockel lässt schreiben:

«In den vergangenen Tagen wurde in der Mucha-Redaktion verstärkt von Journalisten nachgefragt, wann die Hochzeit stattfindet und ob man davon berichten könne.

Diverse Journalisten beendeten das Gespräch nach Nennung von Ort und Termin sehr schnell mit der knappen Bemerkung, sie würden dann vorbeischauen.

Da Mucha die eigene Hochzeit gerne genießen und nicht zum Medienereignis denaturieren möchte, wird ersucht, nachfolgende Punkte zu akzeptieren:

1) Gerne ist jede Journalistin/jeder Journalist zur Mucha-Hochzeit willkommen. Vorausgesetzt, dass Sie sich via Mail unter hochzeit@mucha.at anmelden und von uns akkreditiert wurden. Ohne Akkreditierung können wir Journalisten leider keinen Einlass gewähren.

2) Die Akkreditierung und Einladung gilt nur (soferne Sie sich nicht im Besitz einer gedruckten und an Sie persönlich versandten Einladung befinden), wenn diese vom Mucha-Verlag an Sie rückbestätigt wurde.

3) Die Einladung erfolgt für die Agape zwischen 18.00 und 19.30 Uhr.

4) In diesem Zeitraum mag gerne interviewt, fotografiert oder gefilmt werden.

Wir bitten Sie zu berücksichtigen, dass nach 19.30 Uhr keine Interviews oder Fotos mehr möglich sind. Die Security ist angewiesen, die Einhaltung dieses nachhaltigen Wunsches der Brautleute zu gewährleisten.

Wir sind sicher, dass Sie Verständnis für diese Maßnahmen haben. Denn schließlich wünschen wir alle den Brautleuten, dass sie eine schöne Hochzeit und damit ein privates und gelungenes Fest haben können.

Dass Mucha und seine Braut Verständnis für journalistische Arbeit haben, versteht sich dabei – aufgrund unserer eigenen Medien – von selbst. Dennoch sollten hier Grenzen des Wohlbefindens eingezogen werden.

Herzlichen Dank! Ihre ExtraDienst-Redaktion im Auftrag der Brautleute Mucha.»

Ich finde es herzig, dass Verleger, die keinen gierigen Society-Seitenblick auslassen, ihre eigene Hochzeit nicht zum Medienereignis denaturieren lassen wollen...

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